Frühjahrsputz für Ihren Holzofen
Während des Sommers werden Sie Ihren Holzofen vermutlich nicht oder nur sehr selten nutzen. Wenn das wärmere Wetter sich durchsetzt, ist deshalb der richtige Zeitpunkt, den Ofen ordentlich zu reinigen und ein wenig Wartung durchzuführen, damit er im Herbst sofort wieder in Betrieb genommen werden kann.
Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Reinigung und Wartung verbessert Sicherheit, Effizienz und Leistung Ihres kleinen Holzofens. Außerdem wird dadurch seine Lebensdauer verlängert.
Warum ist der Frühling der ideale Zeitpunkt zur Reinigung und Wartung Ihres Holzofens?
Wenn die Temperaturen im Frühling dauerhaft den Einsatz des Ofens nicht mehr erforderlich machen, sollte zügig die Wartung stattfinden. So ist der Ofen den Sommer über in einem sauberen Zustand und Ofen und Abgassystem jederzeit einsatzbereit, wenn Regen und kühle Temperaturen den Wunsch nach der Gemütlichkeit der Ofenwärme wieder aufkommen lassen.
Schritte zur Reinigung und Wartung Ihres Ofens
Reinigung der Außenseiten
Zunächst wird der Ofen gründlich gereinigt. Selbstverständlich muss das Feuer dafür seit längerer Zeit vollständig erloschen und der Ofen abgekühlt sein. Die Bedienungsanleitung Ihres Ofens verrät Ihnen vorab mögliche Warnhinweise oder besondere Details, die zu berücksichtigen sind.
Beginnen Sie damit, den Hauptkörper des Ofens sowie die obere und untere Tür mit einem sauberen, trockenen Tuch oder einem Staubwedel abzuwischen. Verwenden Sie nur ein weiches Tuch, das keine Scheuerstellen am Gerät verursacht. Es ist außerdem sinnvoll, ein maschinenwaschbares Tuch zu verwenden, da es sich möglicherweise verfärbt.
Um eventuelle Schäden in der Ofenoberfläche auszubessern, kann mit hitzebeständiger Calfire-Ofenfarbe nachlackiert werden.
Reinigung der Scheibe
Es gibt verschiedene Arten von Ofenglasreinigern auf dem Markt. Jedoch ist keiner besser als die althergebracht Methode. Dafür benötigen Sie lediglich Zeitungspapier oder Papiertücher, eine Schüssel Wasser und Asche.
Befeuchten Sie das Zeitungspapier oder Papiertuch in sauberem Wasser und tupfen es anschließend in die kalte Asche in ihrem Ofen. Damit reiben Sie vorsichtig über die Scheibe. Achten Sie darauf, sie nicht zu zerkratzen. Bei Bedarf können Sie Schlieren mit einem feuchten Tuch entfernen und die Scheibe anschließend mit einem weichen, sauberen Tuch trocknen.
Wenn besonders hartnäckige Ablagerungen auf der Scheibe entfernt werden müssen, lässt sich diese bei manchen Öfen entfernen. Bei den Salamander-Öfen werden dafür die Clips an den Ecken des Fensters gedreht, um sie aus der Tür nehmen zu können. Sitzen die Clips durch Rußablagerungen fest, können Sie eine kleine Menge Caramba auftragen und leicht darauf klopfen, damit sie sich wieder bewegen lassen. Danach können Sie die Scheibe auf eine ebene Fläche legen, gründlich reinigen und bei starker Verschmutzung auch Glasreiniger verwenden.
Reinigung des Innenraums
Beginnen Sie mit dem Rütteln des Ofenrostes, so dass kleine Rückstände aus dem Feuerraum durch den Rost in den Aschekasten fallen. Nehmen Sie dann den Aschekasten heraus. Der Inhalt kann in den Restmüll oder auch im Garten verstreut werden. Asche ist gut für den Boden.
Saugen Sie anschließend den Innenraum des Ofens und den Bereich hinter den Türen ab. Achten Sie darauf, die gesamte Asche zu entfernen, da diese mit der Zeit korrosiv wirken kann.
Kontrolle des Ofens
Sobald der Ofen sauber ist, können mögliche Probleme schnell und einfach erkannt werden. Durch die Kontrolle Ihres kleinen Holzofens stellen Sie sicher, dass das Gerät einsatzbereit ist, sobald die Abende kürzer und die Tage kühler werden.
- Prüfen Sie zuerst die Glasscheibe Ihres Ofens genau. Die Scheibe kann mit der Zeit beschädigt werden, wenn der Ofen zu stark befeuert wurde oder wenn Brennstoff mit der Scheibe in Kontakt gekommen ist. Wenn Risse oder Kratzer vorhanden sind, ist es sinnvoll, eine Ersatzscheibe zu bestellen, damit der Ofen sicher betrieben werden kann.
- Kontrollieren Sie die Dichtungen um den Rand der oberen Tür, um die Scheibe und um die Klappe zum Aschenkasten. Die Ofendichtungen müssen fest sitzen und bündig am Gusseisen anliegen. Nur so verhindern sie, dass Rauch oder Ruß aus dem Gerät austreten. Die Dichtungen wirken außerdem als Polsterung, um Scheuern am Hauptkörper des Ofens zu verhindern.
- Prüfen Sie den Innenraum (Brennkammer) genau. Wenn der Ofen zu stark befeuert wurde oder Brennstoffe mit hoher Temperatur wie Anthrazit verwendet wurden, kann es sein, dass der Mittelrost oder die Schamottesteine an Rückseite und Seiten des Ofens abgenutzt sind. Wärmespeicherplatten aus Vermiculite nutzen sich schneller ab als solche aus Gusseisen. Die Prallplatte kann sich mit der Zeit verziehen. Um diese rausnehmen zu können, müssen zunächst die Seitensteine entfernt werden. Die Prallplatte anheben, zu sich hin bewegen und dann nach unten kipp. So kann sie gedreht und durch die obere Tür des Ofens herausgenommen werden. Wenn die Prallplatte festsitzt, kann es erforderlich sein, sie mit einem Gummihammer leicht zu lösen. Sind die Prallplatte oder die Seitensteine gerissen, sollten sie ausgetauscht werden. Diese Teile bieten wir für den Hobbit Stove und den Little Range Cookstove an. Die vollständige Produktliste finden Sie in unserem Bereich für Ersatzteile und Wartung.
- Sollte der Ofen einen neuen Anstrich brauchen, muss nach dem Lackieren darauf geachtet werden, dass die Farbe korrekt eingebrannt wird. Dies kann durch eine Reihe kleiner Feuer erfolgen. Die Feuer sollten schrittweise größer werden. Lassen Sie das Feuer vollständig ausgehen, bevor das nächste entzündet wird. Während des Einbrennens kann die Farbe einen starken Geruch abgeben. Sorgen Sie für gute Belüftung des Raumes. Der Geruch verschwindet nach dem vollständigen Einbrennen der Farbe.
Kontrolle des Ofenstutzens
- Prüfen Sie sorgfältig die Verbindung, an der einwandige Rauchrohre oder ein Adapter in den Auslass Ihres kleinen Holzofens eingesetzt sind. Um die Basis des Rauchrohrs sollte ein fester Ring aus Ofenkitt vorhanden sein. Er sorgt für eine gute Abdichtung und hält die Abgasteile sicher an Ort und Stelle. Wenn Risse oder Lücken im Ofenkitt vorhanden sind, sollte dieser erneuert werden.
- Der Ofenkitt kann entfernt werden, indem man mit einem Gummihammer leicht darauf klopft und den Ofen anschließend vorsichtig aus seiner Position bewegt. Möglicherweise sind zwei Personen erforderlich, um das Gerät sicher zu bewegen. Schneiden Sie anschließend die Düsenspitze der Ofenkitt-Kartusche vorsichtig mit einer scharfen Klinge zu, sodass eine passende Raupe aufgetragen werden kann. Setzen Sie die Kartusche in eine Kartuschenpistole ein und tragen Sie den Ofenkitt an der entsprechenden Stelle auf. Überschüssiger Kitt kann einfach abgeschabt werden, damit ein sauberer Abschluss entsteht. Der Kitt muss ausreichend Zeit zum Trocknen haben, bevor der Ofen wieder in Betrieb genommen wird.
Kontrolle des Abgassystems
- Die Schornsteinrohre auf Beschädigungen kontrollieren und bei Bedarf austauschen. Wir bieten eine große Auswahl an Teilen für das Abgassystem an.
- Da es auch im Sommer stürmen kann, kann der außenliegende Teil des Schornsteins ganz abgebaut werden. Eine Kappe schützt vorm Eindringen von Wasser durch den Schornstein in den Ofen.
- Bleibt der Schornstein über den Sommer montiert, vor der Inbetriebnahme kontrollieren, ob möglicherweise Vögel des Rohr als Nistplatz genutzt haben. Dann sind das Nest und / oder andere Ablagerungen zunächst zu entfernen.
Lagerung Ihres Holzofens
Ist der Ofen gereinigt, kontrolliert und erforderliche Wartungsarbeiten erledigt, muss für die Zeit außer Betrieb ein guter Luftstrom durch das Gerät gewährleistet sein, um Kondenswasserbildung zu verhindern, die zu Rost führen kann. Die Türen können ruhig geschlossen werden. Lassen Sie aber einen kleinen Spalt hinter dem Luftregler. Es ist außerdem sinnvoll, die sekundären und tertiären Luftregler in geöffneter Stellung zu lassen.
